Mangal Pandey – The Rising
Story
Regie: Ketan Metha
IND, 2005
Starring: Aamir Khan, Rani Mukerjee, Toby Stevens, Amisha Patel, u. a.
SPOILER
Mangal Pandey (Aamir Khan) diente im 19. Jahrhundert der British East India Company. Er zählte zu den, von den Briten rekrutierten, einheimischen Soldaten der in dem englischen Offizier, William Gordon (Toby Stephens), einen Freund fand. Doch mit der neuen Munition, die die Briten einführen wollen, wird diese Freundschaft auf die Probe gestellt. Die Munition soll Gerüchten zufolge aus Schweine- und Kuhfett gefertigt sein und da man diese Munition mit dem Mund aufreißen muss, weigern sich die moslemischen und hundistischen Soldaten, da sie dieses aus religiösen Gründen nicht dürfen, die Munition zu benutzen. Erst nachdem Gordon bestätigt, dass das Gerücht nicht wahr ist, traut sich Mangal und geht mit guten Beispiel voran. Doch später stellt sich heraus, dass die Munition doch aus Schweine- und Kuhfett besteht. Mangal ist außer sich und der Aufstand zusammen mit seinen Kameraden beginnt....
Zu Aamir kann ich nicht mehr sagen als: WOW! Hervorragende Leistung. Vielleicht eine kleine Rechtfertigung für seine lange Pause. Seid „Dil Chahta Hai“ bekam man ihn (bis jetzt) nicht zu sehen. Eher ungewöhnlich für Bollywood, doch was tut man nicht alles für einen sehr guten Film. Seine Darstellung des Mangal Pandey war einfach grandios. Emotionen, Gefühl, Tanz und Kampf. Sehr gute Leistung, Aamir. Er schafft es immer wieder, den Zuschauer mitzureißen. Durchaus reizt dieser Film wohl auch dazu, manche Inder zu Stolz oder Andacht.
Rani Mukerjee ist meiner Meinung nur nicht allzu herausragend. Weniger wegen ihrer Leistung, wohl eher, weil man sie nicht allzu oft sieht, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte. Doch die eigentliche Geschichte spielt sich auch zwischen Aamir/Mangal und Stephens /Gopal ab. In solch einem Epos hat eine Liebesgeschichte nur wenig Platz. Sie ist wie immer wunderschön und ihre Darstellung, der versklavten Prostituierten, in die sich Mangal verliebt, meistert sie schlagkräftig (im wahrsten Sinne des Wortes) und hervorragend.
Die Musik ist hier, wie alles andere, super. „Mangal Mangal“ ist hier der Titelsong und ist eines der Herzstücke des Films. Ein wahrer Ohrwurm. Ein weiterer Song, der mir herausragend gut gefiel, war „Main Vari Vari“, indem Rani in einem knallpinken Kleid in „ihrem“ Bordell tanzt. Meisterhaft schön und eine wunderbar anzusehende Performance. Ein Song, der dem Publikum eine kleine Pause von dem sehr ernsten und tiefsinnigen Film gibt, ist „Holy Re“. Ein Song im Dorf von Mangal Pandey an dem Festtag Holi.
