DEEPA MEHTA
Deepa Mehta
Geboren in der punjabischen Millionenstadt Amritsar unmittelbar an der pakistanischen Grenze emigrierte Deepa Mehta 1973 nach Kanada, wo sie noch heute lebt. Sie drehte u.a. zwei Episoden der TV-Serie "Young Indiana Jones Chronicles" und den Jessica-Tandy-Film "Camille" bevor sie 1996 in ein Wespennest stach: Ihr Frauendrama Fire zeigte zwei starke, bisexuelle Frauen. Es gab landesweite Proteste, Deepa Mehta bekam Mordrohungen. Dies brachte sie nicht davon ab, auch weiter kontroverse Themen anzupacken und Fire zum Ausgangspunkt einer Trilogie (Fire - Earth - Water) zu machen. Earth handelt von der Trennung Pakistans und Indiens 1947. Aber sie beherrscht auch "leichte" Themen, wie etwa die Multikulti-Komödie Bollywood/Hollywood zeigt.
Filme:
Water, 2005
Bollywood/Hollywood, 2002
Earth, 1998
Fire, 1996
Ein "Sprachrohr Neu-Indiens" wird die Regisseurin Deepa Mehta in ihrer Heimat genannt, da sie mit ihren Filmen regelmäßig durch das Aufzeigen von Gegensätzen und Widersprüchen die Wertvorstellungen Indiens erschüttert.